Projekt Beschreibung

schwer

29,3 km

2 Tage

600 hm

530 hm

Bei dieser Tour erkunden wir die Schluchten des Hochschwarzwaldes. Schmale Pfade, steile Felsen und kleine Brücken und Wasserfälle warten schon auf uns. Wir gehen von der Gauchachschlucht, über den größten Canyon Deutschlands – die Wutachschlucht -bis hin zur Rötenbachschlucht.

Erster Tag

Ausgangspunkt unserer Tour ist der Bahnhof Döggingen. Hier halten wir uns rechts, der Emil-Frei-Straße folgend zur Freiburger Straße. Dieser folgen wir aus dem Ort hinaus. Die nächsten 60m gehen wir am linken Straßenrand bis zum Alten Posthaus/ Kupferbrunnen. Dabei passieren wir die große Gauchachtalbrücke.

Ab dem Posthaus wandern wir nun der Gauchach, momentan noch ein Bach, 1 km Richtung Guggenmühle nach (gelbe Raute). Am Mühlenbrückchen gehen wir nach rechts und wandern am Waldrand entlang bergan. Nun treffen wir auf einen asphaltierten Feldweg, dem wir nach links folgen. Der bringt uns gemächlich wieder zur langsam breiter werdenden Gauchach und zum schmaler werdenden Talende hinunter. Wir überqueren hier die Gauchach zum ersten Mal und wandern an der linken Uferseite weiter (gelbe Raute). Immer wieder queren wir das Flüsschen auf Stegen und gehen entlang von überhängenden Felswänden.

Das Gewässer und die Landschaft werden immer wilder und urwüchsiger. Nach wenigen hundert Metern erreichen wir eine erste Wegkreuzung (Richtung Mundelfingen) und orientieren uns ab jetzt an der blauen Raute. 1 km weiter erreichen wir den Abzweig ins »Enge Tal« und lassen diesen rechts liegen. Wenig später erreichen wir das Naturfreundehaus Burgmühle, von wo aus man ebenfalls nach Mundelfingen aufsteigen kann.

Weiter der blauen Raute folgend queren wir hinter dem Naturfreundehaus die Gauchach zweimal. Nach 1 km erreichen wir dann einen Holzsteg. Wir wandern nun an der linken Seite der Gauchach entlang. Der liebevoll angelegte Waldlehrpfad begleitet uns dabei. Eine bald auftauchende Brücke lassen wir rechts liegen, da sie nach Bachheim hinaufführt. Nach insgesamt 3 km mündet dann die Gauchach in die Wutach, die wir hier auf einer Brücke zum erstmal queren. Wir befinden uns nun auf einem Abschnitt des „Schluchtensteigs“. An dessen Zeichen wir uns nun orientieren.

Wir wandern nun an der linken Flussseite weiter. Es geht direkt am Gewässer und an überhängenden Felswänden entlang. Nach 2,5 km überqueren wir den Fluss, um dann einen knappen Kilometer später den „neuen“ Rümmelesteg zu erreichen über den wir den Fluss überqueren.

Eine wunderschöne Passage folgt. Dann geht´s steil bergan. Dieser Wegabschnitt (Ludwig-Neumann-Weg) bis zur Schurhammerhütte im Tal ist der beeindruckendste Teil der Tagesetappe. Hoch über Schlucht haben wir großartige Ausblicke auf die Wutach!

Danach steigen wir dann zur besagten Schurhammerhütte ab, von wo unsere Route wieder am Talgrund weiter verläuft. Dann treffen wir linker Hand auf eine verfallene Kapelle und gleich darauf, am ehemaligen Badhof, auf einen Informationspavillon.

Ein Waldweg führt uns nun kurze Zeit weg vom Fluss in den Hangwald hinauf. Von dort zweigt ein Pfad nach rechts ab und bringt uns erneut zum Fluss bzw. Dietfurt hinunter. Auf einer Brücke überqueren wir den Fluss und wenden uns dann nach links. Wir treffen auf einen Teilabschnitt eines Kreuzweges, der nach Reiselfingen hinaufführt. Wir folgen diesem drei Stationen bergan und biegen dann nach links, wieder Richtung Fluss ab. Die bekannten Wegzeichen begleiten uns weiterhin.

Nach 2 km steigt unser Pfad erneut an und verläuft nun, entlang der rechten Talflanke, parallel zur Straße nach Reiselfingen, bevor sie nach 500 m wieder zum Fluss und zur Schattenmühle hinunter abfällt. Wir durchlaufen das Mühlengelände und genießen den Abend im Gasthaus Schattenmühle (Tel. 07654-1705, www.schattenmuehle.de) bevor wir dort auch übernachten.

Zweiter Tag

Am nächsten Morgen verlassen wir das Gelände der Schattenmühle und queren die L 170. Eine steile Treppe bringt uns in den Hangwald. Ab hier entfernt sich dann der Weg für kurze Zeit von der Schlucht Richtung Hochebene, um dann nach 2 km zum Räuberschlößchen am Schluchtrand zu führen.

Ein rutschiger, steiniger und schmaler Pfad verläuft direkt am Fluss, dann entfernt er sich wieder und steigt im Schluchtwald steil bergan, bevor er wieder steil abfällt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier gefordert. An der Rötenbacheinmündung liegt ein wunderschöner Rastplatz, direkt am Wasser in lichtem Uferwald.

Nach unserer Pause überqueren wir dann auf einem Steg den Rötenbach, der von links oben kommend, hier in die Wutach mündet. Jetzt geht es entlang des Wildbaches kontinuierlich bergan.

Auf den folgenden 2,5 km müssen wir den Bach sieben Mal auf Stegen und kleinen Brücken überqueren. Auf Passagen direkt am Bach folgen steilere Abschnitte. Diese Beschaffenheit des Pfades macht ihn vor allem bei nasser Witterung anstrengend und gefährlich.

Nach diesem Abschnitt wird das Tal langsam breiter, weniger bewaldeter und der Bach wird schmaler. Auf dem leicht ansteigenden, engen Pfad wandern wir, auf der linken Seite des Gewässers, weiter durch Farnwiesen.

1,5 km vor Rötenbach überqueren wir dann den Bach und wandern auf einem geschotterten Waldweg zu dem kleinen Ort (blaue Raute). Linker Hand fließt der Bach. Die Rötenbachstraße führt in den Ort hinein, dann geht ein geschotterter Pfad links hinunter zu einer Wiese, die wie der Rötenbach überquert wird. Ein Pfad führt zum Ellenbergweg, dort halten wir uns links. 50 m weiter bringt uns eine Treppe zum Bahnhof von Rötenbach.

Ausgangspunkt:
Bahnhof Döggingen

Zielpunkt:
Bahnhof Friedenweiler-Rötenbach

Anforderungen:
Die Wegebeschaffenheit ist anstrengend. Schmale, wurzelige und ausgesetzte Pfade. Ein ständiges bergauf, bergab. Trittsicherheit, Kondition und Schwindelfreiheit sind erforderlich. Bei feuchter Witterung wegen Rutschgefahr gefährlich.

Einkehr:
Gasthaus Schattenmühle, Schattenmühle 1, 79843 Löffingen, Tel. (07654) 1705 , www.schattenmuehle.de

Information:
Gemeinde Lenzkirch, Kirchplatz 179853 Lenzkirch, Tel. (07653) 6840, www.lenzkirch.de

Karte:
Freizeitkarte F 506 Titisee-Neustadt, Naturpark Südschwarzwald (1:50000)

Tipp:
Ob die Wutachschlucht aktuell zu passieren ist erfährt man unter www.wutachschlucht.de oder vom Wutachranger auf Twitter!

Für sportlich ambitionierte:
Die Tour ist bei entsprechender Fitness auch in einem Tag machbar.

Autor:
Gastautor Philip Sauer, POWERWANDERN in BaWü – Ultimative Extratouren für Zähe, Silberburg Verlag, ISBN 9783842520776

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