Project Description

Erster Tag

schwer

23 km

7 h

1010 hm

440 hm

Start- und Zielort ist das beschauliche Städtchen Todtnau im Schwarzwald. Wir hatten uns vorgenommen zwei Tage lang mit leichtem Gepäck, inklusive Biwakausrüstung und Kocher, die Region zu erkunden und dabei auch Highlights wie Feldberg, Feldsee, Spießhörner, Herzogenhorn und Hasenhorn „mitzunehmen“. Übernachten möchten wir auf etwa der Hälfte der Strecke. Idealerweise an einer Schutzhütte mit Feuerstelle. Mal sehen…

Ordentlich ins Schwitzen kommen wir schon wenige Meter nach dem Start. Steil an der Bergflanke entlang werden schnell Höhenmeter gemacht. Zielstrebig, oft mit Blick auf den Feldbergturm, erklimmen wir den „Höchsten“ im Schwarzwald. Kurz vor dem Gipfel kommt man an der St. Wilhelmer Hütte vorbei. Keine schlechte Idee dort einen Zwischenstopp einzulegen. Wir ziehen jedoch etwas weiter und nach einer Gipfelrast mit Alpenpanorama steigen wir zum Feldsee ab. Ein wunderschöner wurzelgespickter Pfad führt zu diesem in der Eiszeit entstandenen Karsee. Kurz danach lockt der Raimartihof. Wer bisher den kulinarischen Verführungen am Wegesrand widerstanden hat, sollte spätestens hier seinen Gelüsten nachgeben. Zünftiges Vesper und kühlende Getränke in Schwarzwaldumgebung pur!

Frisch gestärkt geht es einige Höhenmeter zum Caritashaus am Feldbergpass hinauf und dann auf breiter Schotterstraße weiter Richtung Schluchsee. Mitten im Wald kommen wir an einer Schutzhütte mit Feuerstelle vorbei und sofort ist klar: Hier verbringen wir die Nacht. Obwohl es noch recht früh am Abend ist beenden wir den ersten Tag und machen es uns mit Grillwurst am Feuer gemütlich.
Die Nacht ist finster und keinerlei Lichtverschmutzung lässt die Umgebung in ein tiefes Schwarz abtauchen. Wir schlafen wunderbar in den Daunenschlafsäcken.

Zweiter Tag

schwer

25 km

8 h

760 hm

1330 hm

Der Morgen startet mit einem auf dem kleinen Gaskocher zubereiteten Kaffee. Gepaart mit dem Vogelgezwitscher und der mit Tau geschwängerten Luft haucht dieser dem Körper schnell die nötige Energie für die nächste Etappe ein.

Wir packen im wahrsten Sinne des Wortes unsere sieben Sachen: Rucksack, Isomatte, Schlafsack, Kocher, Tasse, Löffel sowie Müsliriegel und machen uns auf die Socken.
Abstieg nach Menzenschwand mit anschließendem Aufstieg über einen Teil des Bernauer Panoramaweges zum kleinen und großen Spießhorn. Auch hier wird den Augen einiges an Aussicht geboten. Saftige Wiesen, Wälder und je nach Wettersicht im Süden die Alpen. Wir legen einen kurzen Stop in der Krunkelbachhütte ein um die Vesperbox wieder aufzufüllen und dann geht es über schmale Pfade auf das Herzogenhorn. Sicherlich einer der besten Aussichtspunkte im Schwarzwald. Weiter immer bergauf und bergab vorbei an Wasserfällen, Bächen, über Wiesen und durch dichte Wälder erreichen wir den Hasenhornturm.
Tief unten ist schon unser Ziel zu sehen und wir gönnen uns noch eine ausgiebige Verschnaufpause. Der Abstieg nach Todtnau ist steil. Oft in schmalen Serpentinen entlang der Falllinie und erfordert teilweise Konzentration. Zum Sonnenuntergang erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt. Auch wenn wir „nur“ zwei Tage unterwegs waren, fühlt es sich wie ein richtiger Urlaub an. Sicherlich trägt auch der Umstand, dass wir draußen übernachtet haben und somit wirklich die maximal mögliche Zeit in der Natur verbracht habe, dazu bei. Auf der Rückfahrt werden schon die nächsten Touren hier in der Region geschmiedet. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig!

Startpunkt der Tour:
Todtnau

Geeignete Jahreszeit:
April – Oktober

Anreise mit dem Auto:
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Autor: 
Martin | Alle Artikel von Steffi und Martin ansehen

Tipp:
Schlafsack und Isomatte nicht vergessen! Ansonsten z.B. mit Hotelübernachtung in Menzenschwand.

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