Project Description

mittelschwer

4,6 km

3,5 – 4 h

280 hm

280 hm

Mit dem Auto fahren wir zum Plattenhof hinter St. Peter, der unweit des gleichnamigen Stausees liegt. Wer das Mittagessen verpasst hat, kann hier seinen Gaumen zunächst noch mit Leckereien beglücken,während die Kinder auf dem Spielplatz rumtoben können (Traktorreifenschaukel, Rutsche, Trampolin).

Der Weg zu den Zweribachwasserfällen führt uns zu Fuß in der Verlängerung der Straße in eine Sackgasse. An deren Ende kündigt ein Wegweiser die Richtung an (rechts) und verheißt uns, dass wir nun ein Teil des Zweitälersteigs beschreiten. Nach einigen Metern werden wir einem wegsäumenden Schild zufolge in sogenannten Bannwald geführt. Der Schwarzwald soll hier als „Urwald von Morgen“ wieder mehr von seinem ursprünglich wilden Charakter zurück erhalten. Der Weg wird schmaler und schlängelt sich serpentinenförmig talwärts.

Es wird allmählich kühler und bereits aus einiger Entfernung nimmt man das Tosen des Wasserfalls wahr. Immer steiniger und mit zunehmendem Rauschen auch feuchter wird der Weg. Talseitig nimmt das Gefälle immer mehr zu, was eine gewisse Trittsicherheit und festes Schuhwerk erfordert. Wir haben diesen Weg zugegebenermaßen für unsere noch recht kleinen Kinder (1,5 und 3,5 Jahre) unterschätzt. Sie sind zwar Waldkindergarten erprobt und damit gewohnt, in unebenem Gelände Strecken zurück zu legen, doch der Abhang scheint uns nicht ganz absturzsicher. Wohl nicht ganz ohne Grund wurden alle paar Meter Schilder mit der Nummer der Bergwacht aufgehängt. Hätten wir nur eine Tragekraxe mitgenommen!

Nach ca. 2 km erreichen wir das Becken, in das das Wasser über zwei Stufen des oberen Zweribachwasserfalls mündet, um im weiteren Verlauf
tosend weiter nach unten zu rauschen. Ein idealer Platz für ein kleines Vesper findet sich hier und der perfekte Warteplatz für all diejenigen, die auf Touren-Mitgeher warten, die auch zum unteren Fall
absteigen möchten.

Gemeinsam geht es nach der Brücke über den Zweribach rechterhand wieder in Serpentinen mal mehr, mal weniger steil bergauf. Hier gilt es: Aufgepasst an den ausgesetzten Passagen mit Seilsicherung!Auch wenn Steigungen schnell mal zum Motivationskiller einer Tour werden können: Im weiteren Verlauf des Weges wird nun regelrecht der Abenteurergeist geweckt.

Zahlreiche Kletterfelsen und Felsspalten fordern geradezu zur Erkundung heraus. Moosbedeckte und mit Flechten umspielte Wurzelhöhlen muten das vermeintliche Reich der Waldwichtel an. Wenn es Spaß macht im Wald rumzutoben und ihn zu erkunden, dann hier!

Der darauf folgende Wegabschnitt erfordert dann wieder erhöhte Konzentration beim Gehen, denn seitlich des schmalen Weges geht es recht steil bergab. Nach insgesamt knapp zwei Kilometern lichtet sich der Wald und wir stoßen auf eine Kuhweide, die in etwas Entfernung die Sicht auf den nicht mehr weit entfernten Plattenhof, unserem Ausgangsort, preisgibt. Folgt man dem Weg etwa 100m weiter, werden wir mittels Wegweiser nach rechts auf einen breiten Forstweg geführt. Ab jetzt ist der Wegverlauf zurück zum Plattenhof recht unspektakulär: Der Weg zweigt kurze Zeit darauf rechterhand erneut ab und führt uns auf eine asphaltierte Straße, der wir geradeaus folgen. Bald lassen wir auch das letzte Stück Wald hinter uns und stoßen bei einer Informationstafel auf die Straße, die wir zu Beginn der Tour schon gelaufen sind.

Fazit: Kurzweilige Wanderung für die Familie, die Abenteuer, Klettern und Wasserpassagen verspricht; ungeeignet bei Nässe und Schnee

Ausrüstung: Trittsicherheit und festes Schuhwerk erforderlich.

Startpunkt der Tour:
Plattenhof/ St. Peter

Geeignete Jahreszeit:
April – Oktober

Anreise mit dem Auto:
Auf Google Maps ansehen

Autor: 
Steffi & Martin | Alle Artikel von Steffi & Martin ansehen

Tipp:
Schöne Einkehrmöglichkeit direkt am Start- bzw Endpunkt (Plattenhof Tel: 07660 864)

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