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2 Tage
rucksack

1. Etappe Schneeschuhtour mit Winterbiwak

Tagestour

Feldberg Grafenmatt Herzogenhorn Bernau Gipfel des Bößlings

erstellt: 27 April 2015   zuletzt geändert: 01 März 2017
4  Bilder

Startpunkt: Haltestelle Grafenmatt

Anfahrt:

Öffentliche Verkehrsmittel: Mit dem Zug nach Titisee oder Bärental, von dort mit Bus Linie 9007 sowie der Linie 7300 zum Feldberg.                                                                                     

PKW:                                                                                                                                                                                                                                                                                     Von Westen: Von der Autobahnausfahrt Freiburg-Mitte auf der A 5 durchquert man Freiburg auf der B 31 und ab Titisee über die B 317 bis zum Feldberg.

Von Osten: Von der Autobahnausfahrt Geisingen oder Bad Dürrheim auf der A 81 folgt man der B 31 und B 317.

Von Süden: Von Basel/Lörrach über die B317

Parken:

Parkplatz Grafenmatt                                                                                                                                        

Wegbeschreibung

Zwischen bunten Helmen und dicken Powderski sitze ich im Bus Nr.7300 Haltestelle 'Grafenmatt' ist das Ziel. Der perfekt organisierte Nahverkehr rund um den Feldberg öffnet die Schleusen und spuckt zahlreiche Wintersportler und einen Schneeschuhgänger mit Tourenrucksack aus. Den meisten steht ein entspannter Tag auf der Piste bevor. Ich habe folgenden Plan: Mit Übernachtungsausrüstung im Rucksack und statt Lift Muskelkraft für die Aufstiege. Die Aussicht auf zwei Tage abgeschiedene Winterlandschaft und mal wieder so richtig in die Natur eintauchen, versetzen mich in Hochstimmung. Wie schon so oft ist dies der Grund die Komfortzone zu verlassen. Also: Los geht’s!

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Die Pisten querend geht es auf einem breiten Winterwanderweg in den Wald, leicht bergauf, der ideale Einstieg, um den eigenen Rhythmus beim Gehen zu finden. Nach 20min erreiche ich die erste Lichtung- und was für eine! In südlicher Richtung liegt das Herzogenhorn mit seiner markanten Wächte und Steilflanke nach Osten, dahinter erscheinen die Alpen zum Greifen nahe. So, ja genau so, muss das auf einer Wintertour sein!

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Auf dem Weg zum Herzogenhorn passiere ich die letzte Einkehrmöglichkeit auf der heutigen Etappe: Das Leistungszentrum Herzogenhorn. Doch mich ruft der Gipfel mit seiner Aussicht. Somit lasse ich das Leistungszentrum mit Sonnenterrasse links liegen. Bei gutem Wetter bietet der zweithöchste Berg im Schwarzwald eine grandiose Aussicht.

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Einige Tourenskifahrer und Schneeschuhgänger auf Tagesausflug ziehen ebenso ihre Spuren durch den Schnee. Oben mache ich Rast und lasse die Aussicht auf mich wirken. Es folgen 4km unverspurte Route, zumeist geht es durch die richtig einsame Schwarzwaldlandschaft bergab.

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Ein kurzer Zivilisationsstreifen unterbricht den Weg. Die Straße von Präg nach Bernau gilt es zu queren und dann geht es hoch. Die Sonne steht schon recht tief und ich komme auf den letzten 2km mit 300hm Aufstieg noch mal so richtig ins Schwitzen. Der Pfad schlängelt sich kurz vor dem Gipfel des Bößlings durch dichten Tannenwald und plötzlich ist man oben. Wieder ein sagenhafter Aussichtspunkt und mein heutiges Tagesziel.

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Hinter einer kleinen Schutzhütte hopse ich mit den Schneeschuhen zwei Quadratmeter umher. So wird der tiefe Schnee schön komprimiert und nach einer halben Stunde ist er so weit verfestigt, dass man sich wunderbar eine Schlafstelle einrichten kann.

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In der Zwischenzeit schmelze ich Schnee auf dem Gaskocher und mache Tee. Dazu: Untergehende Sonne hinter dem Belchengipfel im Westen, glühende Alpen im Süden und die ersten funkelnden Lichter im Bernauer Tal einige hundert Meter unter mir. Bevor der violette Abendhimmel schwarz wird und nur noch die Sterne die Szenerie beleuchten baue ich ein kleines Zelt auf und richte Isomatte und Schlafsack. Die nächste Portion Schnee wird auf dem Kocher zu Wasser und eine Tüte mit 800kcal gefriergetrockneter Expeditionsnahrung wird zum Abendessen. Klar, ein Schwarzwälder Vesper wäre eigentlich adäquater aber um den Rucksack möglichst leicht zu halten, muss so eine Tüte heute reichen.

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Noch einige Male summt der Kocher um Tee zu wärmen (mit etwas Rum verfeinert...) und einige Stunden später, im Licht des Mondes, fülle ich einen Liter warmes Wasser in eine Aluminiumflasche – fertig ist die Outdoorwärmflasche. Im Schlafsack an den Füßen positioniert verstrahlt sie sofort mollige Wärme in der Daunenhülle und ich versinke in einen tiefen Schlaf. Da die Temperaturen einiges unter Null anzeigen, hat diese Art der Wasseraufbewahrung auch den Vorteil, dass die ganze Nacht über Trinkwasser in annehmbarer Temperatur zur Verfügung steht und morgens gleich Wasser zum Kaffeekochen verfügbar ist.

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1. Etappe Schneeschuhtour mit Winterbiwak

Schwierigkeit   mittel

11,7 km
6:15
510 m
448 m

geeignete Jahreszeit
Dezember-März

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Steffi & Martin Steffi & Martin »
Tipp:
Die Tour ist bei guten Bedingungen recht einfach zu gehen. Aber: Bei schlechtem Wetter, wenig Sicht, viel Neuschnee oder sehr tiefen Temperaturen sollte sie nur mit viel Erfahrung begangen werden. Es kommt immer wieder zu aufwendigen Einsätzen der Bergwacht mitunter leider auch zu tödlichen Unfällen. Die Orientierung ist auch für Ortskundige bei starkem Schneefall oder dichtem Nebel teils extrem schwierig. Ein GPS und ein Mobiltelefon (beide mit vollen Akkus) sind wichtige Sicherheitsbackups. Beachte aber, dass nicht überall ein Mobilnetz zur Verfügung steht.